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Einfahrt pflastern | Update: Vergleich Bodenbeläge

Wir wollen euch nicht zeigen, wie ihr selber eure Einfahrt pflastert, sondern vielmehr Gründe nennen, warum wir dies von einer Fachfirma machen lassen haben. Zudem zeigt der Artikel ein paar Einblicke, welche Schritte notwendig sind und wie teuer das Pflastern ist.

Blick auf unsere gepflasterte Einfahrt im nassen Zustand Blick auf unsere gepflasterte Einfahrt im nassen Zustand

Schneller als gedacht starten die Pflasterarbeiten für unsere Einfahrt. Wir erhielten am Sonntag einen Anruf  von Herrn Lars Wendt, dass am nächsten Tag begonnen werden soll. In der ersten Phase wird die Einfahrt gepflastern, im Anschluss auch der Eingang. Leider wurden die ersten Etappen an Tagen begonnen, an denen wir nur Bilder im Dunkeln erstellen konnten.

Was ist der Pflaster-Plan?

Die Einfahrt soll auf einer Strecke von etwa 15 Metern gepflastert werden. Die Breite beträgt jeweils 3,5 Meter. Zudem lassen wir direkt ein Fundament für die Stützen des Carports betonieren.

Pflaster: Limex Promenada

Zur Gartenplanung wurde uns Pflaster der Firma Limex näher gebracht. Insbesondere hat uns Gardomat die Serie „Promenada“ empfohlen. Die Gartenbauunternehmen haben uns häufig alternative Firmen wie KANN und Rinn genannt, allerdings hatten wir uns quasi schon entschieden gehabt.

Das Pflaster hat den beschreibenden Namen: „Promenada long black silver“ und wird in fünf verschiedenen Sorten geliefert. Dazu hat der LKW weitere Trittplatten abgeladen, die im Eingangsbereich bzw. im Garten Verwendung finden werden.

Das Besondere an dem Pflaster sind die unterschiedlichen Längen aber auch stärken, denn zwei Längen besitzen eine Stärke von 170mm und drei Pflastersteine sind 120mm stark. Durch die fünf verschiedenen Längen ergibt sich ein wilder Verband und keine Fuge liegt über einer anderen.

Aushub für Tragschicht

Etwa 20m³ Aushub musste der Mini-Bagger aufnehmen. Ein Teil davon betrifft allerdings bereits den Fußweg.

Aus dem Haufen ensteht die Tragschicht. Es handelt sich in dem Fall um Betonrecycling 0/32. Wir haben uns sagen lassen, dies sei normal 😉

Kosten: Je nach Aushub-Menge solltet ihr mit circa 25€ pro Quadratmeter rechnen.

Tragschicht einbringen

Das Betonrecycling in einer Größe von 0/32 wird eingebracht, höhengerecht geglättet und zum Schluss verdichtet.

Kosten: Ebenfalls etwa 25€ pro Quadratmeter.

Betonrecycling

Betonrecycling ist die Wieder- und Weiterverwendung von Beton und dessen Bestandteilen.

Pflastereinbau inkl. Split

Es folgte ein Splitbett auf dem das Pflaster seine Ruhe für die nächsten 20 Jahre finden soll. Als Muster hatte Limex zwei Varianten mitgeliefert.

Vorn das Pflaster, hinten der Split

Vorn das Pflaster, hinten der Split

Kosten: Wir halten an den 25€ je Quadratmeter fest

Das Pflaster wurde direkt bis an die Hauswand verlegt. An der Seite des Zauns fasst eine Granitpflaster-Reihe die verlegten Steine ein.

Blick in unsere gepflasterte Einfahrt

Blick in unsere gepflasterte Einfahrt

Einkehren mit Sand und Abrütteln

Einkehren könnte ich ständig. Habe sicherlich zehnmal feinen schwarzen Sand eingekehrt und nach dem Winter werde ich erneut einige Ritzen finden und noch einmal Sand bestellen.

Was kostet eine gepflasterte Einfahrt?

Die Kosten werden maßgeblich von folgenden drei Parametern beeinflusst:

  • Pflasterfläche in m³
  • Art des Pflasters (Hersteller, Variante)
  • Art der Begrenzung
  • Muss Boden ausgehoben/abtransportiert werden?

Mit folgenden Prozessschritten müsst ihr rechnen: Aushub, Tragschicht einbringen, Pflastereinbau. Je Schritt könnt ihr mit etwa 25 Euro pro Quadratmeter rechnen.

Die Kosten für den Quadratmeter Pflasterfläche belaufen sich somit auf 75 Euro exklusive Pflaster.

Beim Pflaster solltet Ihr mindestens mit 10 Euro pro m² einplanen. Und zu guter Letzt die Mehrwertsteuer nicht vergessen!

Kosten pro Quadratmeter
Summa summarum reduziert euch 1 m² Pflasterfläche das Budget um 100 Euro.

Einfahrt pflastern – Ideen anderer Bauherren

Wir hatten sehr mit der Vorstellungskraft zu kämpfen. Aus dem Grund möchten wir euch einige Pflaster-Ideen liefern.

Alternative Bodenbeläge

Es müssen nicht immer Pflastersteine sein. Allerdings bieten diese wohl den besten Kompromiss aus einfacher Pflege und individueller Optik. Pflegeleicht bedeutet in diesem Fall, dass sich natürliche Verunreinigungen (Schnee, Laub, Erde, Dreck) einfach entfernen lassen.

Grundsätzlich gibt es vier Arten von Bodenbelägen für die Einfahrt:

  • Kies/Schotter
  • Rasenkammersteine
  • Pflastersteine
  • Asphalt

Eine kleine Übersicht soll euch bei der Auswahl helfen:

MaterialKostenPflegeleicht?Entwässerung notwendig?Grad der IndividualisierungBauaufwand
Kies & Schotterneinneingeringniedrig
Rasenkammersteineneinneingroßniedrig
Pflastersteine€ bis €€janeinsehr großmittel hoch
Asphalt€€€jajanicht vorhandenhoch

Worauf solltet ihr besonders achten?

  • Verlegemuster (unterschiedliche Steingrößen oder nur eine Größe)
  • Umrandung der Pflasterfläche
  • Farben und Formen

Pflasterideen: gepflasterte Einfahrten

Diese Einfahrten sind komplett gepflastert. Einige besitzen eine Ablaufrinne.

Einfahrten: nicht komplett gepflastert

Wenn Wasser auch innerhalb der Pflasterfläche versickern kann, dann müsst ihr weniger Wassergebühren bezahlen.

2 Kommentare zu Einfahrt pflastern | Update: Vergleich Bodenbeläge

  1. Vielen Dank für den äußerst informativen Beitrag. Wer mit dem Hausbau beschäftigt ist, vergisst manchmal einige Details. Ich konnte mit der Beschreibung schonmal mir ausrechnen, was auf mich zukommen würde. Es ist auf jeden Fall mehr als ich mir vorgstellt habe.

    Edit: Ich war doch sehr verwundert, dass eine angebliche Hausbauerin – wie du den Anschein machst – auf eine Hausbaufirma aus Werne verweist. Da ich dort keien Claudia gefunden habe, musste ich die URL allerdings entfernen.

  2. Ich finde diesen Beitrag nicht schlecht. Die Pflasterarbeiten sehen schon recht ordentlich aus. Sowas könnte ich eher nicht machen.

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