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Photovoltaikanlage

Bomschtown mit Photovoltaik-Anlage So sieht die PV-Anlage aus

Wir haben uns entschieden eine Photovoltaikanlage montieren zu lassen. Ich werde von meinen Erfahrungen berichten und diese möglichst detailliert beschreiben. Dennoch bleibe ich ein informierter Laie, was beim Lesen des Textes beachtet werden muss 😉 Ihr werdet die Gründe, die Entscheidung für eine Anlage mit Speicher und weitere Erkenntnisse erfahren.

Natürlich ist viel zu viel Zeit vergangen, bis ich weitere Zeilen schreibe. 🙁 Ich versuche dennoch die Punkte bestmöglich zu rekapitulieren und euch mitzuteilen.

Die Auswahl

Insgesamt haben wir drei Gespräche mit Dienstleistern für Photovoltaik-Anlagen geführt. Hierzu habe ich mich jeweils selbständig mit diesen in Verbindung gesetzt. Von meiner Anfrage via Vermittlungsplattform war ich enttäuscht, da sich dies eher als Kaltakquise herausgestellt hat. Ich habe einige Anrufe mit Firmen aus Frankfurt, Hamburg und Düsseldorf geführt. Diese sind allerdings kaum auf meine Angaben – die ich im Formular angeben musste – eingegangen, sondern haben ihren Leitfaden durchgezogen. Entschieden haben wir uns für Sonnenplaner.

Photovoltaikanlage auf Paletten
Hier die komplette Anlage auf zwei Paletten

Geliefert wurde uns die Anlage am 5. Dezember.

Auf der hinteren Palette befinden sich die Module, vorn alle anderen Materialien wie Wechselrichter, Leistungsoptimierer und Befestigungsmaterial. Rechts die Befestigungsschienen. Konkret befinden sich folgende Dinge auf den Paletten:

  • PV-Module: 31x ECO Line M60/320W (1665x1002x35 mm)
  • 2x Wechselrichter: SE5000H & SE4000H (280x370x142 mm)
  • Speicher: LI-IO RESU10H
  • Power Optimierer: 31x P370-P5 (MC4)
  • Storeedge Interface: SESTI-S4
  • Ertragszähler: SE-WNC-3Y-400-MB-K 1PH/3PH 230/400V
  • Stromsensoren für Ertragszähler
  • Zubehör: Montageclips, Aluminium CrossHook 4S, Holzbauschrauben, RC SingleRail, Klemmen, Kabelkanal, Kabelbinder, Potentialsuagleich, MC-Buchsen und Stecker, Solarkabel

Konzepte von PV-Anlagen: Parallel und Reihe

Es existieren zwei Konzepte, die sich auf den Anschluss beziehen

  • Parallelverbindung
  • Reihenverbindung (Strang/String-Anlage)

Bei der Reihenschaltung ist die Verkabelung einfach und es wird wenig Material benötigt. Der initiale Aufwand ist somit gering. Alle Module auf dem Dach werden hintereinander verkabelt, die Gesamtenergie mittels Kabel an den Wechselrichter geführt. Wie bei einer Kette üblich: Das schwächste Glied bestimmt die Leistung. Wird ein Paneel verschattet, fällt die Leistung der nachfolgenden Module ebenfalls ab, denn der Strom wird durch das verschattete Modul geleitet. (Der Effekt kann scheinbar durch die Verwendung von Bypass-Dioden gemindert werden). Fällt ein PV-Modul komplett aus, dann arbeitet die Anlage nicht mehr.

Solch ein Leistungsabfall kann bei einer Parallelschaltung nicht passieren. Dadurch das die Gesamtspannung niedriger ist, sind die Risiken zudem geringer. Die Verkabelung ist aufwändiger, da jedes einzelne Modul über ein kleines Gerät gesteuert werden muss. Oder eben kann, denn in der Auswertung kann genau gesehen werden, welches Modul wie viel Leistung erzeugt.

Wird ein Speicher benötigt?

Im Jahr 2019 stellte sich tatsächlich noch die Frage, ob die PV-Anlage mit einem Speicher ausgerüstet werden soll. Die Kapazität der Batterien lag bei deutlich unter 10 kWh. Unser Stromspeicher mit einer nutzbaren Kapazität von 9,3 kWh zählte zu den größten Modellen. Wenn ihr euch jetzt für eine PV-Anlage entscheidet, werdet ihr lediglich überlegen müssen, wie viel Kapazität euer Speicher besitzen soll. Nicht aber, ob es ein Speicher wird.

Wichtig an dieser Stelle ist die Be- und Entladekapazität, denn diese entscheidet, wie schnell sich die Batterie füllt und wie effektiv ihr diese nutzen könnt. Sobald ihr euren Herd einschaltet, wird eine Spitzenlast benötigt. Ist die Entladekapazität niedriger als die benötigte Menge, wird Strom benötigt, also eingekauft. Bei unserem LGRESU10H liegt diese bei 5kWh.

Welche PV-Module verwenden?

Zumeist werdet ihr kaum eine dedizierte Wahl haben, denn die Anbieter verwenden meist ihre „Lieblingsmodule“.

Unsere sind 1665x1002x35 mm groß und hören auf den klangvollen Namen: Luxor ECO Line M60/320W. (Zur Webseite) Entsprechend dem Namen, kann ein Modul bis zu 320 Watt produzieren. Beim Test hat jedes Panel 322 bis 325 Watt erreicht. Seit dieser Information zähle ich gerne Dachflächenmodule anderer Häuser und schätze deren maximale Leistung 😉

Die Montage

Die Montage der kompletten Anlage lässt sich in vier Phasen unterteilen:

  • Montage des Befestigungssystems auf dem Dach
  • Befestigung der Paneele
  • Installation der Hardware
  • Anschluss der Anlage

Montage der Befestigungsschienen

Am 12. Dezember war es so weit. Innerhalb von etwa 5 Stunden wurden alle Befestigungsschienen sowie Leistungsoptimierer montiert.

Montage der Paneele

Einige Tage später, am 16. Dezember 2019, wurden alle Paneele montiert.

Installation der Hardware

Im Hauswirtschaftsraum mussten insgesamt zwei Wechselrichter, das Solaredge Interface, der Stromspeicher und ein Schutzschalter (?) Platz finden. Alle Geräte werden miteinander verbunden und an den Stromkasten angeschlossen.

Anschluss der Anlage

Der produzierte Strom muss vom Dach in den Stromspeicher, respektive in das Stromnetz des Hauses gelangen. Leider war unser Leerrohr vom Dachboden hierfür nicht geeignet, wodurch die Hauswand durchbohrt werden musste. Mir gefällt diese Lösung nicht aber es gab leider keine andere Wahl :/

Die stromführenden Kabel wurden zur Anlage geführt.

Der Betrieb

Nachdem im Dezember 2019 alle Arbeiten auf unserer Seite abgeschlossen waren, mussten die Stadtwerke Leipzig diese abnehmen und die Erlaubnis für den Betrieb geben. Erschreckenderweise hat dieses Prozedere bis zum 5. Juni 2020 angedauert. Somit konnten wir erst am 5. Juni unseren eigenen Strom verwenden.

2 Kommentare zu Photovoltaikanlage

  1. Hallo,
    gibt es schon Neuigkeiten zur Photovoltaik-Anlage? Finde das Thema recht spannend und wäre an Erfahrungsberichten sehr interessiert 😉

    • In der Tat hat meine Aktualisierung viel zu lange gedauert. Dafür habe ich diese nun bereits umfangreich nachgeholt. In der nächsten Etappe werde ich genauer auf den Betrieb eingehen. Im Anschluss noch detaillierter den Unterschied zu einer String-Anlage beschreiben.

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